Hier erfahrt ihr, was wir dieses Jahr bei unseren Arbeitseinsätzen und Aktionen gemacht haben!
Quartierszentrum Böckingen | 21.03.
Die Mitgliederversammlung unserer Ortsgruppe NABU Heilbronn und Umgebung e.V. fand am 21. März statt.
Die Projekte und Aktionen der letzten zwölf Monate wurden den Anwesenden vorgestellt. Der Vorstand wurde entlastet.
Auf der Mitgliederversammlung in diesem Jahr wurde eine neue Satzung beschlossen, die unter anderem Änderungen der Einladung zu Mitgliederversammlung und zur Zusammensetzung des Vorstandes enthält. Sie basiert auf den Vorgaben des NABU Landesverbandes.
Den Abschluss machte Marco Lutz mit einem spannenden Vortrag zur Vogelwelt auf Helgoland. Durch seine langjährige Erfahrung und Besuche auf Helgoland stellte er mit eigenen Fotos viele Arten vor und bereicherte seinen Vortrag mit kleinen Anekdoten.
Wilhelm-Hauff-Grundschule | 25.03.
Am Mittwoch, den 25.3. fand ein Besuch in der Wilhelm-Hauff-Schule in Heilbronn statt. Sophie Wiggenhauser besuchte die Klasse 3c und gestaltete mit den Kindern eine Doppelstunde zum Thema heimische Vögel. Welche Vögel kommen bei uns in Heilbronn vor? Woran kann man sie erkennen? Die häufigsten Arten wurden benannt und in einem kleinen Büchlein angemalt. Auch die verschiedenen Vogelschnäbel wurden verglichen. Je nachdem, was die Vögel gerne fressen, sind die Schnäbel anders geformt.
Auch der Vogel des Jahres, das Rebhuhn wurde vorgestellt. Auch eine Vogelfeder wurde genauer untersucht, um die Frage zu beantworten, ob Vögel bei Regen nass werden.
Die Schülerinnen und Schüler stellten viele Fragen und waren mit Spaß dabei.

Verschiedene Einsatzorte | Februar bis März
An den vom NABU Heilbronn und Umgebung e.V. betreuten Amphibienzäunen ist die Amphibienschutzaktion für dieses Frühjahr bereits abgeschlossen.
Ende Februar wurden die Zäune aufgestellt, denn durch die bereits im Februar milden Temperaturen begann die Amphibienwanderung 2026 erneut eher früh im Jahr. Amphibien sind wechselwarm und von der Umgebungstemperatur abhängig. Erst ab 5°C machen sie sich auf den Weg, auch feucht muss es sein. Jeden Morgen und jeden Abend wurden die Krötenzäune und Straßen an den Einsatzgebieten von vielen ehrenamtlichen „Krötensammlern“ kontrolliert. Viele Autofahrer*innen verhalten sich rücksichtsvoll und halten sich an die vorgeschriebenen 30 km/h an den Strecken. Leider gibt es auch wenige, die die Vorgaben ignorieren und Helfer*innen anpöbeln.

Die Kröten und andere Amphibien wie Molche (Berg-, Faden- und Teichmolche), Feuersalamander und Frösche (Gras- und Springfrösche) werden am Zaun eingesammelt und dann auf die andere Straßenseite gebracht. Dabei werden neben der Anzahl der gefundenen Tiere auch das Geschlecht und der Fundort erfasst, also z.B. in welchem Eimer am Zaun die Tiere sich befanden oder ob sie direkt auf der Straße gefunden wurden. Die Informationen können nun digital über die neue Krötenretterapp erfasst werden, die die Auswertung stark vereinfacht und einen schnellen Überblick über Ergebnisse ermöglicht.

In Talheim am Frankelbachsee scheint die Population relativ stabil zu sein, dort sind vor allem viele Erdkröten unterwegs, auch Feuersalamander gibt es. Am Frankelbachsee wurden in 2026 viele Tiere gezählt, die Anzahl scheint ähnlich wie in den letzten Jahren zu bleiben. In Untergruppenbach unterhalb der Burg Stettenfels und in Talheim am Leberbrunnensee dagegen sind die Populationen stark eingebrochen, die Tendenz geht wie in den letzten Jahren weiter nach unten. Eine traurige Bilanz. In Deutschland sind alle Amphibien geschützt und diesen Schutz haben sie auch dringend nötig, wie diese Beispiele zeigen. Die ehrenamtlichen Helfer*innen konnten nur wenige Individuen zählen. Mögliche Gründe für den Einbruch der Populationen können der Fischbesatz in den Laichgewässern sein oder eine Verschlechterung der Lebensbedingungen und Wasserqualität. Im Ziegeleipark in Böckingen sind dieses Jahr besonders viele Helfer*innen aktiv dabei gewesen, dies ist eine tolle und positive Entwicklung der Aktion an diesem Einsatzort.
Vielen Dank an alle rücksichtsvollen Autofahrer*innen, interessierten Menschen und vor allem an unsere vielen Helfer*innen!
Kopfweiden, Köpfertal | 7.2.2026
Die Kopfweiden im Köpfertal haben ihren diesjährigen Frühjahrsschnitt bekommen. Vergangenen Samstag haben etwa 20 Helferinnen und Helfer mit dem NABU die Kopfweiden im Köpfertal geschnitten. Der Einsatz bei unseren Pflegemaßnahmen leistet einen wichtigen und aktiven Beitrag zum Naturschutz vor Ort. Vielen Dank an alle die dabei waren!
Der alljährliche Pflegeschnitt dient der Erhaltung dieses besonderen Lebensraums. Die dicken Stämme würden ohne diesen Schnitt mit der Zeit auseinanderbrechen, da das Gewicht der Äste zu schwer wird. In den Hohlräumen der Stämme finden viele Tiere ein Versteck. Nachts lassen sich über der Lichtung bei den Kopfweiden besonders gut Fledermäuse beobachten. Besonders toll ist, dass die abgeschnittenen Weidenruten noch weiterverwendet werden können. Sie sind ein natürliches Baumaterial. In der Heilbronner Region wurden sie früher zum Anbinden der Weinreben genutzt. Aber auch für Weidenzäune im Garten oder zum Flechten von Körben können sie verwendet werden. Dieses Jahr hat eine Helferin eine kleine Nisthilfe für Vögel geflochten.
Ehrenfriedhof | 31.1.2026
Gemeinsam mit anderen NABUs aus dem Bezirk Heilbronn-Hohenlohe haben wir die Hecken auf der Streuobstwiese am Ehrenfriedhof geschnitten. Mit Motorsägen und Heckenscheren ging es los. Diese Pflegemaßnahmen sind wichtig, um ein Zuwuchern der Fläche zu verhindern. Im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt dafür, da sie später im Jahr verboten sind. Dies ist auch gut so, denn sobald die Vögel anfangen zu brüten, würde die Tiere ein solcher Rückschnitt zu sehr stören.
Die abgeschnittenen Äste haben wir zu einer Benjeshecke aufgeschichtet, die am Rand der Streuobstwiese kleinen Säugetieren, Reptilien wie Eidechsen, Amphibien und auch Vögeln ein Versteck bietet.
Auch die Nistkästen am Ehrenfriedhof wurden gereinigt und Instand gesetzt.
Neubergle, Untergruppenbach | 17.01.2026
Vergangenes Wochenende hat eine kleine Gruppe von freiwilligen Helfern und Helferinnen die Winterpflege am Neubergle durchgeführt. Vielen Dank an alle helfenden Hände! Zu Jahresbeginn, wenn es noch kalt ist, müssen die Hecken auf dem Neubergle geschnitten werden und hochwuchernde Brombeeren entfernt werden. Eine schweißtreibende Arbeit am Hang, die bei den kalten Temperaturen definitiv warmgehalten hat. Ein Glück war, das Wildschweine bei ihren Aktivitäten auf dem Grundstück zuvor schon viele Brombeeren entfernt hatten. Denn auf der Suche nach Futter im Boden wie z.B. Käferlarven hatten sie einige Flächen ziemlich umgegraben!
Das Neubergle ist ein aufgelassener Weinberg, das Hecken, Wiesen, Steinmauern und kleine Obstbäume kombiniert. Es ist eine ökologisch wertvolle Fläche, die nur durch regelmäßige Pflege erhalten bleiben kann. Der Heckenschnitt verhindert die Verbuschung des Grundstücks und auch eine zu starke Beschattung der Wiesenflächen. Die Pflege muss im Winter durchgeführt werden, spätestens bis Ende Februar. Ab Anfang März ist ein solcher Rückschnitt nicht mehr erlaubt, da er die Tiere zu sehr stören würde und deshalb zu ihrem Schutz verboten ist!
Die abgeschnittenen Äste haben wir als Haufen aufgeschichtet, so können sie noch als Versteck für kleine Tiere dienen.