NABU Heilbronn unterstützt Kindergarten beim Nachhaltigkeitstag

Die Zahl der Insekten ist in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Dabei sind sie für unser Leben so wichtig. Wir möchten den Kindern hier in der Stadt aufzeigen, was überhaupt Insekten sind, was sie für verschieden Ökosysteme tun und wie man sie schützen kann. Wir erleben häufig, das unsere Kinder in der Einrichtung eher panisch reagieren, wenn sich ein kleines Insekt und sei es "nur" eine Stubenfliege ins Zimmer verirrt.

 

Viele Kinder gehen auch nicht mehr zum Spielen auf die Straße, weil es zu gefährlich ist,  die Kinder schmutzig werden oder aber die elektrischen Geräte viel interessanter sind. Wo sollen die Kinder denn da die wichtigen Erfahrungen mit der Natur machen, wo sollen sie beobachten wie alles in der Natur zusammenhängt....

 

Mehr dazu unter "Unsere Projekte - Einzelaktionen!"

 


Mitgliederversammlung 2018

Sie wurden auf der Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt (von links): Kassier Günter Meier Hilbers, Vorsitzende Britta Böhringer-Retter und die Kassenprüfer Wolfgang Rothkugel und Ulf Krolop.

Foto: Volker Koehler


Trauer um Walter Ende

Walter Ende an seinem 90. Geburtstag im April 2017.  Foto: NABU/Jörg Kuebart
Walter Ende an seinem 90. Geburtstag im April 2017. Foto: NABU/Jörg Kuebart

Der Naturschutzbund NABU Heilbronn trauert um Walter Ende, der im Alter von 90 Jahren am 29. November 2017 verstarb. Ende war zwei Jahrzehnte lang stellvertretender Vorsitzender der NABU-Gruppe Heilbronn und Umgebung von 1972 bis 1992. Über dreißig Jahre lang war er Naturschutzwart für die untere Naturschutzbehörde in Heilbronn.

In Schlesien geboren, lebte er seit Kriegsende in Heilbronn. Der NABU verliert einen engagierten Naturschützer, der ab den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zusammen mit Horst Furrington mit Leib und Seele für die Natur einsetzte. Er begleitete damit die Entwicklung vom Deutschen Bund für Vogelschutz zum heutigen NABU und prägte den ehrenamtlichen Naturschutz in Heilbronn.

Er bewachte mit der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz Horste an der Schwäbischen Alb und trug dazu bei, diese Greifvogelart vor dem Aussterben zu bewahren. Unvergessen sind die vor ihm organisierten Schwalbentransporte, die die Lufthansa kostenlos durchführte. Nach einem Wintereinbruch konnten rund 1500 Schwalben nicht mehr selbst in ihr afrikanisches Überwinterungsgebiet fliegen und wurden ermattet im Heilbronner Raum gefunden. Stattdessen wurden sie vom Flughafen Stuttgart aus dorthin transportiert.

An der Rot im Schwäbisch-Fränkischen Wald betreute er Wasseramselkästen. Ebenso betreute er Kranichbruten in Norddeutschland, um auch hier Störungen zu verhindern. Viele Tage seines Urlaubs setzte er dafür ein. Ende erhielt die goldene Ehrennadel des NABU-Landesverbandes.


Laub ist Dünger und Frostschutz

Kaum fallen im Herbst die ersten Blätter von den Bäumen, dröhnen sie durch die Gärten: die Laubbläser. Nicht nur die Bauhöfe der Gemeinden, sondern auch immer mehr Kleingartenbesitzer nutzen die ohrenbetäubenden und Nerv tötenden Geräte.

 

Der Naturschutzbund NABU rät davon ab, Laubbläser zu benutzen. Gartenbesitzer ersparen sich und ihren Nachbarn dann vermeidbaren Lärm und Abgase. Für die Natur ist es am besten, das Laub liegen zu lassen oder mit dem Rechen zusammenzukehren. Viele Tiere sind auf das Laub als Winterquartier angewiesen. Für Igel, Kröten, Käfer und Spinnen ist es ein lebenswichtiger Schutz. Angesichts neuer Studien über drastisch zurückgehende Insektenvorkommen ist es dringend notwendig, dass Lebensräume erhalten bleiben. Weil sie auf Insekten als Nahrungsmittel angewiesen sind, profitieren auch Vögel von artenreichen Vorkommen an Insekten und anderen Kleinlebewesen.

 

Auch für den Erdboden ist eine Laubschicht nützlich. Sie schützt die Beete vor Frost und Austrocknung und ist zudem ein guter Dünger. Kleinlebewesen verwandeln Pflanzenteile zu wertvollem Humus.

 

Energiefressende Laubbläser wirbeln zudem Feinstaub, Reifenabrieb und Hundekot auf und verteilen sie über die Fläche. Der Lebensraum der Kleinlebewesen wird radikal vernichtet. Der Garten wird anfälliger für Schädlinge. Zudem werden Laubbläser oft mit Zweitaktmotoren betrieben, die besonders viele unverbrannte Kohlenwasserstoffe emittieren. Schließlich macht Lärm auch krank. Auf Wegen sollte das Laub aus Gründen der Verkehrssicherheit gekehrt werden.

 

Besonders schädlich sind aus Naturschutzsicht die Laubsauger. Sie töten im schlimmsten Fall nützliche Kleintiere, insbesondere wenn sie eine Häckselfunktion besitzen. vk

 


Nachwuchs hoch oben im Kirchturm

 

 

Erfolgreich verliefen die Bruten im Kirchturm der Johanneskirche in Untergruppenbach in diesem Jahr. In den Ebenen oberhalb der Glocken nisten Dohlen und Mauersegler in Kästen.

 

Dohlen sind die kleinsten der einheimischen Rabenvögel und halten sich das ganze Jahr um den Kirchturm auf. Sie haben ein graues bis schwarzes Gefieder und sind sehr gesellig.

 

 Mauersegler verbringen nur den Sommer von etwa Mai bis Anfang August bei uns. Die restliche Zeit halten sie im südlichen Afrika auf. Sie sind an ihren sichelförmigen Flügeln zu erkennen. Sie fliegen oft in Gruppen über die Dächer und schreien dabei schrill „sriii“. Sie ernähren sich ausschließlich von Insekten, die sie im Flug fangen.

 

 In diesem Jahr zogen vier Brutpaare Dohlen 11 Jungvögel groß (2016: 5 Brutpaare mit 18 Jungvögeln). Erstmals gab es dieses Jahr mehr Mauersegler-Brutpaare. 5 Brutpaare zogen 12 Jungvögel groß (2016: 4 Brutpaare mit 9 Jungvögeln).

 

 Zusätzlich wurde in zwei Mauersegler-Nistkästen jeweils ein elternloser Jungvogel großgezogen. Bürger brachten dem NABU aus dem Nest gefallene, noch flugunfähige Mauersegler. Um sie zu unterscheiden, markierten wir die Krallen eines Fußes mit rotem Nagellack und setzten die Segler Anfang Juli zu den gleichaltrigen Jungvögeln in die Nistkästen. Die Kästen wurden regelmäßig alle paar Tage kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Pflegekinder angenommen wurden. Die Altvögel fütterten sie offensichtlich genauso wie ihre eigenen Jungen. Alle Jungvögel entwickelten sich gut und flogen innerhalb eines Monats aus.   Volker Koehler

 

NABU-Vorsitzende Britta Böhringer-Retter, Annette Löw und Sonja Beck mit einem jungen Mauersegler. Foto: Volker Koehler

 


Wildpflanzenführung

Ingrid Sommer-Gurr führte für den NABU eine Wildpflanzenführung im Jägerhaussteinbruch in Heilbronn durch. Kühler als in der Umgebung war es auf dem Weg durch den Steinbruch. "Es gibt kein Unkraut. Es wächst nur an der falschen Stelle", ist die Kräuterpädagogin überzeugt. Besonders wichtig ist die Brennnessel mit einem hohen Eiweißgehalt. Sommer-Gurr erklärte nicht nur Nelkenwurz und Waldengelwurz, sonder fand tatsächlich ein Hexenkraut. Als Abschluss gab es selbstgemachte wilde Köstlichkeiten zum Probieren. vk

Wildpflanzenführung mit Ingrid Sommer-Gurr (Mitte) im kühlen Jägerhaussteinbruch. Foto: NABU/ Volker Koehler


Pressemitteilung 148/2017 des Statistischen Landesamts, Stuttgart, 19. Juni 2017

Ökolandbau: Große regionale Unterschiede

An der Spitze der Landkreis Waldshut – wenig in Rastatt und Heilbronn

Nach Feststellungen des Statistischen Landesamts haben im Jahr 2016 insgesamt 3.446 landwirtschaftliche Betriebe in Baden‑Württemberg 132.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (ha LF) ökologisch bewirtschaftet. Dabei zeigen sich große regionale Unterschiede hinsichtlich des Anteils der ökologisch wirtschaftenden Betriebe wie auch der ökologisch bewirtschafteten Fläche.

Der höchste Anteil an ökologisch wirtschaftenden Betrieben zeigt sich im Landkreis1) Waldshut. Jeder sechste Betrieb (16,3 Prozent) wirtschaftet dort ökologisch. Der Anteil der von diesen Betrieben bewirtschafteten Fläche beträgt nahezu ein Fünftel (18,9 Prozent) der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Landkreis. Auf Platz zwei hinsichtlich des Anteils der Ökobetriebe liegt der Landkreis Ravensburg (15,3 Prozent), der mit 357 Ökobetrieben auch die höchste absolute Anzahl aufweist. Hinsichtlich der ökologisch bewirtschafteten Fläche liegt der Landkreis Ravensburg mit einem Anteil von 14,4 Prozent zwar klar über dem Landesdurchschnitt von 9,3 Prozent, aber in der Rangfolge der Landkreise nur auf Platz fünf. Den zweithöchsten Anteil an Öko-LF reklamiert der Landkreis Tübingen mit 16,8 Prozent für sich. Auf Platz drei beim Anteil der Ökobetriebe liegt der Schwarzwald-Baar-Kreis, wo fast jeder siebte Betrieb (13,7 Prozent) ökologisch wirtschaftet. Beim Anteil der Ökofläche liegt der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 16,4 Prozent auf Platz drei.

Das andere Ende im Land markieren die Landkreise Rastatt und Heilbronn. In beiden Landkreisen liegt die Bedeutung der ökologischen Landwirtschaft deutlich unter dem Landesmittel. Im Landkreis Rastatt wirtschaftet nur einer von dreißig Betrieben (3,4 Prozent) nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus, der Anteil an der Fläche fällt mit 2,7 Prozent noch etwas niedriger aus. Im Landkreis Heilbronn wirtschaften 4,1 Prozent der Betriebe ökologisch, der Anteil der Ökofläche erreicht mit 4,8 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte des Landesdurchschnitts.

 

1) Stadtkreise bleiben aufgrund ihrer vergleichsweise geringen landwirtschaftlichen Bedeutung und der großen Unterschiede zwischen ihnen unberücksichtigt.


Heilpflanzen im Oberrheintal

NABU-Jahresausflug ins Badische

Das Oberrheintal nördlich von Karlsruhe war das Ziel des NABU-Jahresausflugs am 17. Juni 2017. Wir bekamen eine Betriebsführung im Heilpflanzengarten der Firma Terra Medica in Stutensee-Staffort. Über 600 verschiedene Heilpflanzenarten werden dort angebaut. Dies ist somit die artenreichste Arzneipflanzenkultur Europas.

 

Britta Böhringer-Retter und Christoph Armbruster führten die 30 Personen große Gruppe anschließend an das sehr versteckt liegende Naturschutzgebiet "Kohlplattenschlag" bei Stutensee-Spöck. Das Feuchtgebiet kann nur über Beobachtungshütten eingesehen werden. Wir konnten Kiebitze, Flussregenpfeifer, Nil- und Graugänse beobachten.

 

Alternativ wurde eine Pflanzenführung im nahe gelegenen Naturschutzgebiet "Wilhelmsäcker" angeboten. Hier gab es Pflanzen zu sehen, die auf sandige Böden angewiesen sind, zum Beispiel Beifuß und Silberfingerkraut. Ein zufällig hinzukommender Ökobauer erläuterte anschaulich seine Maßnahmen zu Erhaltung der Natur.

 

Lohnenswert war auch eine Wanderung ins Weingartener Moor. Am Aussichtspunkt konnten mehrere Seidenreiher beobachtet werden. vk

Bei der Betriebsführung der DHU Terra Medica in Stutensee-Staffort. Hier wachsen über 600 Arzneimittelpflanzen. Foto: NABU/Volker Koehler
Bei der Betriebsführung der DHU Terra Medica in Stutensee-Staffort. Hier wachsen über 600 Arzneimittelpflanzen. Foto: NABU/Volker Koehler
Im Naturpflanzengarten der Terra Medica in Stuensee-Staffort. Foto: NABU/Volker Koehler
Im Naturpflanzengarten der Terra Medica in Stuensee-Staffort. Foto: NABU/Volker Koehler
Ein Kiebitz im Naturschutzgebiet Kohlplattenschlag in Stutensee-Spöck. Foto: NABU/Volker Koehler
Ein Kiebitz im Naturschutzgebiet Kohlplattenschlag in Stutensee-Spöck. Foto: NABU/Volker Koehler

Besuch der Greifvogelpflegestation in Bad Friedrichshall

Am 2.4.2017 machten wir eine Besichtigung bei der Greifvogelpflegestation zum Vogel des Jahres, dem Waldkauz.

Dort werden aufgefundene Greifvögel aufgezogen bzw. gesund gepflegt und wieder ausgewildert.  An diesem Tag

konnten wir u.a. Turmfalken, Waldkäuze, Uhus und natürlich Waldkäuze beobachten und Herr Wacker erklärte bei einer Führung die Unterschiede und Gewohnheiten der jeweiligen Greife. Die Mitarbeiter der Station leisten eine bemerkenswerte Arbeit, die das ganze Jahr geöffnet hat und immer zur Verfügung  steht.

 

Turmfalke                                       Herr Wacker                                   Uhus                                                Teilnehmer

Fotos: B.Böhringer-Retter


NABU-Mitgliederversammlung 2017

Von Links: Carmen Gah, die neugewählte Schriftführerin, Ulf Krolop, wiedergewählter Kassenprüfer und Vorsitzende Britta Böhringer-Retter.

Foto: Volker Koehler


NABU Klausurtagung am 18.2.2017

Beginn:   9:00 Uhr

Begrüßung, Kennenlernen, Agenda

Kurzvortrag:   Aktuelle Schwerpunkte und Aufgaben, Brainstorming, Auswertung und Diskussion

Pause mit Mittagessen

Thema:   BUGA-Beteiligung, Sammlung von Vorschlägen, Diskussion von Durchführung und Umsetzung

Ende:   gegen 18:00 Uhr

 

Sie wollen sich gerne einbringen und aktiv beim BUGA-Projekt mitarbeiten? Wir freuen uns auch nach der Klausurtagung noch über Ihre Anmeldung, Telefon HN 30757 oder E-Mail post@nabu-heilbronn.de

 

Fotos: Jörg Kuebart

 

 

 


Trauer um Karl Strobel

Der NABU Heilbronn trauert um Karl Strobel, der im Alter von 84 Jahren am 8. Januar 2017 unerwartet verstarb. Er war Vorsitzender unserer Gruppe von 2006 bis 2012.

 

Besonders wichtig war ihm die Öffentlichkeitsarbeit. In seiner Amtszeit begann die Präsenz des NABU auf den regionalen Märkten. Die Zahl der Mitglieder stieg unter seinem Vorsitz von rund 800 auf 900 Personen.

Für die Pflege der Streuobstwiesen setzte er sich ebenso ein wie für das unermüdliche Werben für naturnahe Gärten.

 

Karl Strobel verstarb am Tag der Stunde der Wintervögel. Auch diese NABU-Aktion begann innerhalb seiner Amtszeit als Vorsitzender.

 

 

 

Foto: NABU/Volker Koehler