Kopfweidenpflege im Köpfertal Heilbronn

Foto: NABU/ Volker Koehler
Foto: NABU/ Volker Koehler

Ganz coronakonform lief der diesjährige Kopfweidenschnitt ab.  Die freiwilligen Helferinnen und Helfer hielten die vorgegebenen Schutzabstände ein. So wurden auch wieder die notwendigen Schutzabstände der Weiden untereinander hergestellt. Trotz des vielen Regens konnte die Fläche mit Gummistiefeln betreten werden, ohne einzusinken. Als Naturschutzmaßnahme war die Aktion ausdrücklich zugelassen.  vk


Stunde der Wintervögel 2021

Am 9. Januar 2021 haben wir uns zum Vogelzählen im Pfühlpark Heilbronn getroffen. Mit Ferngläsern und Teleobjektiv bewaffnet konnten wir folgende Vogelarten feststellen: 

  • Amsel 1
  • Buchfink 5
  • Buntspecht 1
  • Kleiber 2
  • Kohlmeise 8
  • Rotkehlchen 1
  • Ringeltaube 8
  • Gartenbaumläufer 1

Das Ergebnis fiel leider nicht so gut aus, wie wir uns es gewünscht hätten, allerdings haben wir uns über die Beobachtung des Baumläufers gefreut.

 

Baumläufer bewegen sich in charakteristischer Weise ruckartig aufwärts an Baumstämmen, so dass man sie relativ einfach bestimmen kann. Bei uns in Mitteleuropa sind zwei Baumläuferarten beheimatet:

             

 

 

 

Der Gartenbaumläufer 

 

Der kleine Gartenbaumläufer ist gut getarnt: Oft entdecken wir ihn erst, wenn er vom Baumstamm, an dem er gerade noch senkrecht herumturnte, auffliegt.

Er hat sich mit seinen langen Krallen und dem spitzen, leicht gebogenen Schnabel an das Leben in der Senkrechten angepasst. In der Rinde sucht er nach seiner Nahrung.

Unterschiede:

kurze Hinterzehe, Bauch bräunlich, Pinzettschnabel 

ist stärker gebogen, als der vom Waldbaumläufer.

 

Im Volksmund auch' Rindenrutscher' genannt.

Der Waldbaumläufer

 

Er sieht dem häufigeren Gartenbaumläufer sehr ähnlich. Es ist sehr niedlich anzusehen, wenn er wie eine kleine Maus den Baumstamm hinaufhuscht, emsig auf der Such nach versteckten Insekten. Am besten können wir sie durch den Gesang voneinander unterscheiden.

Weitere Unterscheidungsmerkmale:

lange Hinterzehe, weißer Bauch, Schnabel leicht gebogen

Fotos: Nabu    Text: Nabu


Neuer Turmfalken-Nistkasten

Foto: NABU/Volker Koehler
Foto: NABU/Volker Koehler

 

 

 

 

 

 

In Donnbronn gibt es einen neuen Turmfalken-Nistkasten. Der NABU bedankt sich ganz herzlich beim Bauhof der Gemeinde Untergruppenbach für die Montage in schwindelnder Höhe.


Viele Helfer, große Ernte

Foto: NABU/Volker Koehler
Foto: NABU/Volker Koehler

Es ist vollbracht ... Die diesjährige Apfelernte konnte an nur drei Leseterminen mit vielen Erntewilligen wunderbar bewältigt werden. Uns hat es wie immer viel Freude bereitet, gleichzeitig konnten nebenher nette Gespräche geführt werde, was den Spaßfaktor auch erhöht.

Seit Jahren pflegen wir eigene und gepachtete Streuobstwiesen von über 2,8ha im Stadtgebiet Heilbronn. Für die im Herbst anstehende Obsternte brauchen wir deshalb immer viele helfende Hände, damit unsere Äpfel rechtzeitig geerntet und zur Firma Gunkel transportiert werden können. Unsere Streuobstflächen sind zertifiziert, so dass das dort verkaufte Obst als BioSin Apfelsaft ( Bio-Streuobst-Initiative-Neckar) abgefüllt und verkauft werden kann. Laut Auskunft der Firma Gunkel sind wir die Kunden mit der größten Mengenabgabe dieser Qualitätsstufe.

In diesem Jahr waren neben NABU-Mitgliedern, Bekannten und Freiwilligen auch erstmals Helferinnen und Helfer dabei, die sich momentan in der Notherberge für obdachlose Menschen befinden. Durch interne Beziehungen kam der Kontakt zustande, wobei das Angebot sofort positiv aufgenommen wurde. Alle Anwesenden haben sich zur Verfügung gestellt.

So konnte an nur drei Samstagen die stolze Menge von 11.521 kg Äpfel bester Bioware bei schönstem Spätsommerwetter gelesen werden. Nach getaner Arbeit gab es immer Getränke und ein Vesper zur Stärkung als kleines Dankeschön .

Wie man sieht, ist bei den Kindern das Mitfahren auf dem Anhänger immer das Highlight der Apfelernte !

Allen Helfern und Beteiligten ein ganz großes Lob für die fleißige Durchführung !


Amphibienschönheiten

Entdeckungen von der letzten Amphibienrettungsaktion

      Fotos: Stefanie Kielhorn


Unterstützung  gesucht!

Für unseren Vorstand suchen wir Verstärkung: Der Posten als stellvertretende/r Vorsitzende/r ist neu zu besetzen!

 Im kommenden Jahr wird die Mitgliederversammlung wieder im März stattfinden, wobei auch die Neuwahlen anstehen. 

Bei Interesse bitten wir um Meldung bei der Vorsitzenden Britta Böhringer-Retter oder auch gerne bei einem anderen Vorstandsmitglied. Eine spezielle Ausbildung wird nicht benötigt;  Interesse an Naturschutzthemen, Kontaktfreude, Teamfähigkeit und die Bereitschaft zu lernen genügen. Wir sind auch alles Laien und haben uns das nötige Wissen im Lauf der Zeit angeeignet.

Eine gute Einarbeitung und Unterstützung ist selbstverständlich, wir freuen uns über jede Anfrage.


Klimastreik

Auch der NABU beteiligt sich an der Demo  "Fridays for Future"

Am 29. November 2019 haben wir uns am "Globalen Klimastreik" in Heilbronn beteiligt. Los ging's am Bollwerksturm, wo wir uns mit weiteren Vertretern von Verbänden und Organisationen versammelten und gemeinsam den Kundgebungen der "Fridays und Parents for Future" lauschten. Bei einer Tasse Punsch gab es Gelegenheit für interessante Gespräche.

Neben Schülern aus dem Stadt- und Landkreis waren auch viele Eltern und Großeltern gekommen. Mit Worten und selbstgebastelten Plakaten machten sie auf die drohende Erderwärmung und den persönlichen CO2-Fußabdruck aufmerksam. Auf dem Schild einer Jugendlichen war eine traurige Biene Maja zu sehen. Für uns als Engagierte im Artenschutz ist das eine besonders schmerzliche Mahnung, wie sehr unser Lebensstil und der Klimawandel unserer Insektenwelt zu schaffen macht. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Tieren und heimischen Lebensräumen eine Stimme geben und damit die Schülerinnen und Schüler unterstützen und ihnen mit unseren zahlreichen Naturschutz-Projekten Mut machen.

Bemerkenswert war auch, dass der ein oder andere NABU-Engagierte seine Mittagspause nutzte, um uns beim anschließenden Protestmarsch in der Innenstadt aufzuspüren und ein Stück mitzulaufen. Wie praktisch, dass wir in unseren blauen NABU-Jacken gut zu erkennen waren, denn immerhin nahmen rund 600 Klimaschützer an der Veranstaltung teil.

Fotos: Britta Böhringer-Retter


Die Bienen-Ragwurz- eine einheimische Orchideenart

Eine erfreuliche Entdeckung konnten wir kürzlich auf einer unserer Streuobstwiesen machen: Durch permanentes Ausmagern der Wiese hat sich eine einheimische Orchideenart, die Bienen-Ragwurz, angesiedelt. Sie bevorzugt basenreiche Trockenrasen, Magerrasen und  nicht allzu trockene Standorte.

In der Regel kommt es zur Selbstbestäubung – eine Seltenheit, da normalerweise die Fremdbestäubung durch Insekten stattfindet. Oft blüht die Bienen-Ragwurz nur wenige Male und verschwindet dann wieder oder sie benötigt einige Jahre bis zur nächsten Blüte.
In den letzten Jahren scheint es eine gewisse Ausbreitungstendenz der Bienen-Ragwurz zu geben, was viele Autoren auf die Klimaerwärmung zurückführen.